Solidaritätseinrichtungen der Bankengruppe

Solidaritätseinrichtungen der RBG Die solidarische Hilfe im Rahmen der Solidaritätseinrichtungen dient sowohl dem Schutz der Gläubiger als auch dem Fortbestand und der  Funktionsfähigkeit des einzelnen Kreditinstituts. In der Raiffeisen Bankengruppe Österreich bestehen neben der gesetzlichen Sicherung durch die Österreichische Raiffeisen-Einlagensicherung grundsätzlich drei verschiedene Arten von freiwillig eingerichteten Sicherungssystemen.

 

Diese auf Bundesländerebene bestehenden Vereine unterstützen auf freiwilliger Basis eventuell in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Mitglieds-Raiffeisenbanken. Unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind vorwiegend Verluste aus Kreditgeschäften zu verstehen, für welche das Verbundmitglied nicht ausreichend aus Eigenem vorgesorgt hat. Die Solidaritätsgemeinschaften helfen aber auch dann, wenn die gesetzlichen Eigenmittelbestimmungen nicht mehr erfüllt werden können, Maßnahmen von der Aufsichtsbehörde zu erwarten sind und andere Verbundeinrichtungen zur Kapitalaufbringung keine entsprechenden Vorsorgen zur Verfügung stellen.

Diese solidarische Hilfe dient sowohl dem Schutz der Gläubiger als auch dem Fortbestand und der Funktionsfähigkeit des einzelnen Kreditinstituts.

Freiwillige Bestandssicherung (Solidaritätsgemeinschaften)

Solidaritätsgemeinschaften

Im Dezember 2013 wurde aufgrund von Änderungen im gesetzlichen Umfeld ergänzend zu den bereits bisher bestehenden  Schutzmechanismen (Solidaritätseinrichtungen, Kundengarantiegemeinschaft) ein „Institutsbezogenes Sicherungssystem“ auf Bundesebene (B-IPS) eingerichtet, dem sowohl die Raiffeisenlandesbanken als auch die RBI sowie einige Spezialinstitute (Raiffeisen Bausparkasse und Raiffeisen Wohnbaubank) angehören. Zentraler Gegenstand dieses Systems ist die Sicherung des Bestandes der teilnehmenden Institute. Daraus ergibt sich wiederum auch ein Schutz von Kunden-Einlagen der teilnehmenden Institute.

Ähnliche institutsbezogene Sicherungssysteme wurden auch auf Ebene einzelner Bundesländer (L-IPS) zwischen der jeweiligen  Raiffeisenlandesbank und den jeweils teilnehmenden Raiffeisenbanken eingerichtet.

Die wirtschaftlichen Reserven aller beigetretenen Raiffeisenbanken werden in rechtlich verbindlicher Weise nach einem genau geregelten Verteilungs- und Belastungsschlüssel herangezogen, sodass die Raiffeisen-Einlagen selbst im Falle eines Konkurses – insbesondere über die gesetzliche Grenze der Einlagensicherung hinaus – werthaltig bleiben können, indem die vereinte wirtschaftliche Kraft der anderen Raiffeisenbanken zum Wohle der Kunden eingesetzt wird. Die einzelnen Landesgemeinschaften haben sich auf Bundesebene zur Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft Österreich (RKÖ) zusammengeschlossen.

Den Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaften gehören derzeit rund 82 % aller österreichischen Raiffeisenbanken an. Die Raiffeisen Bank International AG ist ebenfalls Mitglied der Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft Österreich (RKÖ).

Gemeinsamer Schutz aller Einlagen durch die vereinigten wirtschaftlichen Reserven der Mitglieder der Raiffeisen-Kundengarantiegemeinschaft Österreich in rechtsverbindlicher Weise

Kundengarantiegemeinschaft